08.12 2011

Was versteht man unter einer Schleimbeutelentzündung?

Schleimbeutel sind kleine Säckchen in der Nähe der Gelenke, die mit Gelenkflüssigkeit gefüllt sind. Sie bilden sich überall da, wo Gelenke stark belastet werden: Sie kommen an den Ellenbogen vor und an den Knien und bilden sich auch überall da neu, wo Gelenke durch Fehlbelastungen, wie beispielsweise durch falsches Heben oder Tragen oder auch durch eine eingenommene Dauerschonhaltung, zu stark belastet werden.
Durch eine deutliche Überbelastung des Gelenkes, aber auch durch Druck, Stöße oder Schläge kann es zu einer Reizung des Schleimbeutels kommen. Durch diese Reizung kann sich der Schleimbeutel entzünden und dieses kann zu starken Schmerzen führen, die auch chronisch werden können.
Gefährdete Berufsgruppen sind grundsätzlich alle Handwerker, die häufig auf dem Boden arbeiten müssen – Fliesenleger beispielsweise haben oft Schleimbeutelentzündungen an den Knien. Aber auch wer viel am Schreibtisch arbeitet, sehr viele Aufzeichnungen handschriftlich vornehmen muss, kann sich eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen zuziehen.
Friseure, aber auch Altenpfleger und Krankenpflegepersonal klagen häufig über starke Schmerzen in den Schulter- oder Ellenbogengelenken, welche sich häufig auch als Schleimbeutelentzündung entpuppen.
Doch nicht nur gefährdete Berufsgruppen sind betroffen, sondern häufig ist diese Art der Entzündung auch eine Folge von Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Rheuma oder Arthritis.
Die Behandlung einer solchen Entzündung erfolgt auf mehreren Wegen. Häufig werden Spritzen gegen die akuten Schmerzen verabreicht. Die Behandlung selbst wird meist mit einer Kältetherapie an der betroffenen Stelle vorgenommen. Bildet sich die Entzündung nicht zurück, kann der entzündete Schleimbeutel auch operativ entfernt werden.
Bei starken Schmerzen in den Gelenken sollte also unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn möglicherweise liegt eine Schleimbeutelentzündung vor und diese wird nicht automatisch und von alleine verschwinden, sondern muss behandelt werden. Keinesfalls sollte man versuchen, sich selbst zu therapieren. Der Mensch neigt glücklicherweise dazu, auf die Anzeichen seines Körpers zu achten, doch in einigen Fällen kann das kontraproduktiv sein.
Bei Schmerzen in den Gelenken würden die meisten Menschen sich selbst mit Wärme behandeln, weil sie Wärme als angenehm empfinden – jedoch ist das genau der falsche Weg, denn Eiterbakterien wachsen und gedeihen unter Wärmeeinfluss doppelt so schnell.

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