
Die psychologische Schmerztherapie kann dann zum Zug kommen, wenn länger anhaltende Schmerzen nicht verhindert werden können. Zunächst wird man bei Schmerzen den Arzt aufsuchen. Er wird versuchen, die Ursache des Schmerzes zu finden, wenn dieser nicht, wie etwa bei einer Verletzung, offensichtlich ist. Dann gilt es, diese Ursache zu beseitigen. Damit sind auch die Schmerzen weg.
Allerdings kann es auch sein, dass der chronische Schmerz trotz der Beseitigung der Ursache bestehen bleibt. Das liegt daran, dass sich das Gehirn den Schmerz einfach merkt und die Information nicht mehr löscht. Hier ist dann diese Therapie sinnvoll.
Es gibt aber auch Schmerzen, deren Ursache bekannt ist, aber nicht beseitigt werden kann. Wenn Gelenke oder Bandscheiben schon geschädigt sind und auch eine Operation nicht mehr helfen kann, aber auch bei schwer kranken Patienten, die nicht mehr geheilt werden können, muss man versuchen, die Schmerzen zu lindern. Dies kann zwar durch Medikamente geschehen. Manchmal sind die Schmerzen aber auch resistent gegen die Medikamente oder die Medikamente haben Nebenwirkungen, die der Patient nicht verträgt. Auch die sind Fälle, in denen die psychologische Schmerztherapie helfen kann. Auch die Hebamme nützt sie bei der Geburtshilfe.
Die Therapie hilft, den Schmerz erträglich zu machen. Der Therapeut entwickelt gemeinsam mit dem Betroffenen Strategien zur Bewältigung des Schmerzes. Dabei lernt der Betroffene, die aktive Kontrolle über den Schmerz zu gewinnen und sich in Gedanken nicht in den Schmerz hinein zu steigern. Bestimmte Übungen können dem entgegenwirken. Eine aktive Lebensgestaltung drängt zum Beispiel den Schmerz im Bewusstsein zurück, und der Schmerz kann wenigstens zeitweise so ignoriert werden, dass man den Kopf wieder frei hat. Strategien sind etwa das Hervorrufen positiver Gedanken. Man kann sich positive Eindrücke und Empfindungen in die Erinnerung holen. Neben dieser Therapie können auch autogenes Training, Hypnose oder Biofeedback, eine besondere Form der Körperwahrnehmung, eingesetzt werden. Ziel ist, dass der Patient wenigstens zeitweise nicht mehr an den Schmerz denken muss und so von ihm frei ist.
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Die psychologische Schmerztherapie kann dann zum Zug kommen, wenn länger anhaltende Schmerzen nicht verhindert werden können. Zunächst wird man bei Schmerzen den Arzt aufsuchen. Er wird versuchen, die Ursache des Schmerzes zu finden, wenn dieser nicht, wie etwa bei einer Verletzung, offensichtlich ist. Dann gilt [...]